Familienforschung
Sachsen - Brandenburg - Schlesien

Die Geschichte der
Herrschaft Kolzig in Niederschlesien

Berufsgenealoge Dirk Habermann

Landkarten aus dem
Verlag Schreiber - Leipzig um 1730









Einleitung
Herrschaft
Kirchen
Kolzig
Lipke
Grünwald
Jeschane
Karsch Vorwerk
Glashütte
Schlabrendorf
Otterstädt
Neuvorwerk
Seetannhaus
Kontakt

Seetannhaus


Dieses Haus oder die Häuser wurden von der Gutsherrschaft als Vorwerk bei den Seetannen am Jeschaner See errichtet. Ein Dokument von 1795 nennt das 'Mühlstück' bei den 'Neuen Häusern'. Da das Mühlstück im Bereich nördlich der Grünwalder Wassermühle vermutet wird, dürfte es sich bei den genannten neuen Häusern um das spätere Seetannhaus handeln. Auf dem preußischen Urmesstischblatt des Jahres 1828 existieren die neuen Häuser noch nicht, wobei dieses Urmesstischblatt, wie im Falle des Ortes Grünwald ersichtlich, gröbste Fehler und Unvollständigkeiten enthält. Aber zum Glück vervollständigt ein Buch der Schulkinder zu Grünwald das Gesamtbild. So werden die neuen Häuser 1862 'neu. Hause', 1868 'Seetannen', 1889 'Seetannenhaus' und ab 1890 'Seetannhaus' genannt.

Die überlieferten Namen aus dem gedruckten Adressbuch von 1924 sind Skripzak und Stachowiak. Die aufgeführten Personen wurden 1924 als Arbeiter und 1933 als Melker und Obermelker angegeben. Auf der Ausgabe des Messtischblattes von Kontopp aus dem Jahre 1933 ist das Vorwerk nicht mehr vorhanden und im Adressbuch von 1933 nicht mehr nachweisbar. Es hat sich nach einer mündlichen Überlieferung an dieser Stelle Ende der 1930er Jahre nur noch ein Steinhaufen, welcher vor allem den Jungen als Spielplatz diente, befunden.


Neues Haus


Die örtlichkeit 'Neues Haus' im Jahre 1933 weist einige Probleme bei der Lokalisation auf. Frühere Deutungen als Seetannhaus scheinen nicht mehr zu halten zu sein. Einer der Hauptgründe ist, dass 1933 mehrere Personen im neuen Haus genannt werden, dass Seetannhaus aber in der berichtigten Ausgabe des Messtischblattes von Kontopp aus dem Jahre 1933 nicht mehr existierte. Es schließt sich somit aus, dass es sich um ein und denselben Ort handelt.

Vielmehr sieht es danach aus, dass sich dieses neue Haus im Gutsbezirk von Kolzig und zwar unmittelbar in oder bei Kolzig befunden haben dürfte, vielleicht als Ersatzbau für das weit abgelegene und untergegangene Seetannhaus. Zumindest ein Arbeiter aus dem Seetannhaus fand in dem neuen Haus seine neue Tätigkeit. Die überlieferten Personen aus dem Adressbuch von 1933 sind Jankowiak, Schmidt, Stachowiak, Stehler, Thurmann sowie Treffke. Im Adressbuch von 1937 wird dieses Haus nicht mehr explizit genannt, die 1933 genannten Personen werden teilweise mit unter dem Gut Kolzig geführt.




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