Familienforschung
Sachsen - Brandenburg - Schlesien

Die Geschichte der
Herrschaft Kolzig in Niederschlesien

Berufsgenealoge Dirk Habermann

Landkarten aus dem
Verlag Schreiber - Leipzig um 1730









Einleitung
Herrschaft
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Kolzig
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Glashütte
Otterstädt
Schlabrendorf
Neuvorwerk
Kontakt
Dame 15. Jahrhundert

Glashütte


Die Geschichte der Glashütte begann mit den Handelsbeziehungen des Grundherren Johann Rudolf von Gersdorf mit dem Kaufmann Nofock aus Stettin. Der Kaufmann erwarb vom Grundherren Eichen- und Kiefernbestände zu Handelszwecken. Jedoch eigneten sich diese nur als Brennholz. Dieses Holz und der vor Ort reichlich vorhandene Quarzsand aber waren gute Voraussetzungen für die Glasproduktion. So bemühte sich Nofock beim Grundherren um die Erlaubnis zur Errichtung einer Glashütte.

Ende 1763 oder Anfang 1764 wurde diese Glashütte auf dem Gebiet der Gemeinde Grünwald, am Wege nach dem polnischen Ort Tepperbuden errichtet. Die Bezeichnungen waren 1765 'Glashütte Grünwald', 1770 'Glaß-Hütte', 1783 'Glaßhütte', 1830 'Koltziger Glashütte' und 1845 'Glashütte'. Hergestellt wurden vor allem grüne Flaschen, welche die Prägung Koltzig trugen. Es wurde aber auch weißes und grünes Tafelglas gefertigt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Produktion eingestellt.

Die Namen der ältesten überlieferten Familien sind 1768 Mittelstädt und Halbas (Halwas). Eine erhalten gebliebene Abschrift eines Taufeintrages von Carl Heinrich Mittelstädt von 1770 nennt als Paten Elisabeth Allrip, Susanna Blum, Christiane Black (Block), Johann Heinrich Gundelach, Heinrich Lippert, Jonas Zänker sowie Christian Blum, größtenteils bekannte Glasmachernamen. Leider ist unsicher, ob diese Personen in der Glashütte Kolzig ansässig waren. Daher werden einige Namen nachfolgend nochmals mit ihrem definitiv ersten Erscheinen genannt.

Weitere überlieferte Familien sind 1774 Götzinger, 1775 Aschenbrenner, Blum und 1780 Matzanke oder Matzantke. Eine gedruckte Quelle aus dem Jahre 1782 spricht von insgesamt 8 Glasmachern, von denen 2 aus Böhmen, 2 aus Mecklenburg, 2 aus Pommern und 1 aus Livland kamen.

1787 gab es in Glashütte 1 Glasfabrik, 10 Fabrikantenhäuser, 4 Kolonistenhäuser mit Acker, zusammen 15 Feuerstellen mit 114 Bewohnern. Weitere überlieferten Familien sind 1816 Nessler, 1819 Hoffmann, 1821 Gebel, 1824 Gundlach, Lippert, 1826 Wollbrandt, 1829 Kliemchen, 1833 Buchhold, 1835 Dohnke, Eichhorn, 1836 Konkel, 1837 Banse, Berner, Hartmann, Linkowsky, 1841 Habermann, 1844 Müller, 1847 Wuttke, 1851 Friebel, Schmidt, 1856 Kunkel, 1858 Rehfeldt, 1864 Kochale, 1865 Becker, 1868 Köbe, 1871 Wegner, 1873 Kuschke, Teetz, 1879 Baer und 1881 Kunert.

Weitere Familien waren 1887 Herkner, Linke, 1899 Radam, 1909 Bähr, Reiser, Schildan, 1914 Karoske, Schilf, 1924 Fechner, Fitzner, Grützbach, Kliem, Klose, Leschnik, Mader, Noack, Piter, Rüster, Schach, Schildau, 1933 Grätz, Koebe, Lange, Mrowka, Neumann, Noak, Zirbke, 1937 Baumgart, Deutschmann, Hildebrand, Höfig, Schwarz, Wende und Zirpke.


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Dame 15. Jahrhundert