Familienforschung
Sachsen - Brandenburg - Schlesien

Die Geschichte der
Herrschaft Kolzig in Niederschlesien

Berufsgenealoge Dirk Habermann

Landkarten aus dem
Verlag Schreiber - Leipzig um 1730









Einleitung
Herrschaft
Kirchen
Kolzig
Lipke
Grünwald
Jeschane
Neues Haus
Karsch Vorwerk
Glashütte
Otterstädt
Schlabrendorf
Neuvorwerk
Kontakt
Dame 15. Jahrhundert
Landsknecht 16. Jahrhundert
Dame 18. Jahrhundert
Dame 15. Jahrhundert

Kolzig


Bereits 1453 gehörte Kolzig angeblich den Herren von Zabeltitz. Im Inventarium ihres Besitzes von 1482 soll Kolzig ebenfalls verzeichnet sein. Leider konnten weder die Originale noch die Abschriften der Urkunden gefunden werden. Die älteste gesicherte Erwähnung des Ortes geschah am 20.3.1494 als 'Colsko' und 'Kolsko'. An diesem Tage wurde der Grenzverlauf zwischen der Herrschaft Kolzig in Schlesien und der Herrschaft Kiebel in Polen dokumentiert. Weitere Schreibweisen waren 1499 'Koltzk', 1505 'Colzcigk', 1531 'Koltzig', 1543 'Koltzigk', 1602 'Coltzig' und 1783 'Kolzig'.

Der Ortsname Kolzig geht wahrscheinlich auf das slawische Wort 'kol' zurück, welches 'Pfahl' oder 'Stock' bedeutet. Es ließe sich somit auf eine Siedlung schließen, bei deren Anlage Pfähle verwendet wurden. Diese Pfahlbauweise würde auch zur Lage von Kolzig inmitten eines sumpfigen Grenzgebietes passen. Sei es als notwendige Bauweise aufgrund des sumpfigen Geländes oder aber aufgrund der Schutzfunktion in Grenzlage.

Die Namen der ältesten überlieferten Familien sind 1494 Cotwicz (von Kottwitz), 1531 Burckersdorff (von Burkersdorf), 1543 Möhne, Scholatky, Woßtroffßky, Wotschach (Woitschach), 1547 Medellengke, 1583 von Kittlitz, 1582 Scultetus, 1602 Zozfa, 1606 Rösler, 1643 Speth, 1647 Jentsch, 1648 Heider, Klar, 1653 Rosenberg, 1655 Ludewig (Ludwig), 1662 Specht, 1663 Puchantke, 1664 Funffke (Pfunfke), 1665 Bartsch, Daschike, Flieger, Kube, Pfeiffer, Schmid, Schwinohr, Theil (Doil), Wascheke und 1666 Schäfer.

Die Namen der in den Jahre 1662 und 1664 bis 1666 genannten Familien sind aufgrund der Kolziger Hexenprozesse überliefert. Die Hinrichtungen erfolgten auf dem Schloß in Kolzig. Soweit bekannt, wurden sämtliche Opfer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Einige wurden zuvor mit dem Schwert enthauptet. Am 2.9.1670 wurden die beiden letzten Opfer der Hexenverfolgung, die 'Miltscherin' und die 'Reiserin' aus Grünwald hingerichtet. Weitere Familien waren 1671 Unger, 1673 Woit und 1676 Keile.

1687/88 gab es in Kolzig 4 Bauern, 8 Gärtner und 3 Einwohner. Einer davon war der 40 Jahre alte, aus Kolzig stammende Gärtner Johann Klar. Weitere Familien waren 1696 Heysler, 1710 von Mansfeld, 1715 Nowag, 1717 Schmeiß (Schmeiss), 1718 von Müllenau, 1724 Gross und 1731 Kunert und Weinert.

1753 gab es in Kolzig 9 Bauern und 34 Gärtner oder Häusler. Am 6.11.1759 fielen plündernde Kosaken in Kolzig ein und brannten den Ort nieder. Weitere Familien waren 1759 Adam, Dölle (Doil), Friebel, Jachnick, Köbe, Laube, Linke, Schach, 1760 Drange, Eschenhorn, Hoffmann, Mäder (Mader), Osdrowski (Ostrowski), Taschieke, 1761 von Schenckendorf, 1762 Hoff, Nowottnik, 1763 von Gersdorf 1766 von Otterstädt, von Schlabrendorf, 1769 Novak, 1771 Marschner, 1777 Gallasch, Nawoitnich, 1779 Noack, Senf, 1780 Kalckreuth, Lundberg, Nowack, Tischer, 1782 Schilf und 1785 Gregor.

1787 gab es in Kolzig eine evangelische und eine katholische Kirche, 2 Pfarrhäuser, 2 Schulhäuser, 1 herrschaftliches Schloss, 1 Vorwerk, 2 Kretschams, 9 Dienstbauern, 9 Gärtner, 49 Häusler, 1 Windmühle und 17 andere Häuser, zusammen 93 Feuerstellen mit 603 Bewohnern. Weitere Familiennamen waren 1788 Doil, 1791 Kochaile, Scholz, 1795 Elias, 1797 Giersch, Mehlhorn, 1798 Peterson, Woytnick, 1803 Zippel, 1809 Lefeber, Weyrauch, 1810 Hahn, 1811 Beissert, 1814 Rößler, 1815 Gutsch, Müller, 1818 Becker, Finke, 1819 Sarrasch, Woidscheski, 1820 Gems, Kliem, 1821 Dederke, Völker, Zimpel, 1822 Pietsch, Roihl (Roil), Schmeis, Schmeiss, 1823 Bach, Habermann, Herkt, 1825 Stephan, 1827 Berner, Dorn, Kliche, Kuske, Wilde, 1828 Gründler, Knurr, 1829 Pfunfke und Woyzach.

Weitere Familien waren 1833 Kybe, Wunsch, 1834 Knopf, 1836 Beling, Donke, Jäckel, 1837 Brunk, Märsch, Reinhardt, Winkelmann, 1838 von Klitzing, 1840 Buchhold, Schwierz, 1846 Woitschack, 1848 Deyl (Doil), Rüster, Turrmann, 1849 Obst, 1850 Kuch, Schulz, 1851 Fechner, Riedel, Schütz, 1852 Mustroph, Petras, 1857 Fabiunke, Fiebig, Gabler, Klein, Trebitz, 1858 Eichhorn, Kubelke, Seiler, Thamm, Woitczach, 1859 Loepel, 1860 Pflüger, Richter, 1861 Böhm, Thiem, 1862 Schettling, 1863 Woitschach, 1864 Jahn, Kubisch, 1865 Aumann, 1867 Mücke, Roil, 1872 Girke, Ullrich, 1873 Beyer, 1875 Schiersch, 1877 Woidt (Woit), 1878 Hampicke, 1880 Lorenz, Neumann, 1881 Scheibel, 1883 Ullmann, 1885 Großemann und 1886 Gründel.

Weitere Familien waren 1887 Garsolke, Krause, Ludwig, Nowoitnick, Piefke, Posner, Rau, Selowsky, Winde, 1891 Matzke, 1892 Förster, 1894 Themel, 1899 Exner, Hoche, Hotschicke, Krug, Lange, Schröter, Wittwer, 1905 Senftleben, 1909 Donath, Grätz, Großmann, Hammermeister, Herbrich, Jander, Kollibay, Otto, Peschel, Scheibler, Tschink, 1914 Albrecht, Ardelt, Barich, Erxleben, Fleischer, Graf, Hänsel, Hundert, Kaptur, Krawiec, Krebs, Matthäus, Merkel, Reimann, Reinsch, Schauer, Stahl, 1915 Stöhr, 1916 Jähn, Walitzka, Woitkowiak und 1920 Rinek.

Weitere Familien waren 1924 Baer, Bähr, Barowschek, Bednarek, Begähr, Beier, Bloch, Bohr, Bollmann, Bothe, Brachzi, Brauer, Brennig, Brennitz, Brüssel, Bürger, Ceglareck, Darsch, Daum, Decke, Deutschmann, Dobrowolski, Dohnke, Eckhard, Ewald, Feindt, Feist, Felsch, Fik, Fischer, Fitze, Fliegner, Folge, Frömmel, Gewiß, Gluhowski, Göldner, Golisch, Görling, Gorski, Grandke, Gröschel, Grundmann, Handke, Häusler, Hensler, Hering, Huckauf, Hühnen, Irgang, Jäkel, Johnel, Kalmutzke, Kaminski, Kärgel, Kasimir, Katzur, Kindler, Kirstein, Kitschke, Klemke, Klich, Klix, Klopsch, Koch, Koebe, König, Könitz, Kosch, Koslowski, Kotlarski, Kraftschitz, Kroll, Kubik, Kubitzke, Kurz, Kurzweck, Kuschke, Kuschmieder, Langer, Leder, Leske, Lewandowski, Lucaczewski, Manthei, Maslona, Mattner, Merda, Mergner, Mertynke, Muß, Neuke, Nita, Noak, Noerenberg, Nowak, Nowatzki, Ohlemann, Ortlieb, Osdroski, Paulus, Pazidor, Peukert, Pluta, Polkwa, Polzfuß, Ptak, Reche, Reformat, Reich, Reisner, Reschke, Rinke, Rogosinski, Rosenau, Rossak, Roßmann, Royl, Schafl, Scharke, Schick, Schipschack, Schlafke, Schlumm, Schmidt, Sigismund, Stahr, Stanischewski, Stäsche, Steidler, Thiel, Thorenz, Tomiak, Ulke, Vogel, Wahlitz, Weiß, Weitkowiak, Wende, Wendland, Weniger, Werner, Wiedemann, Wiesner, Winkler, Woitschiske, Wolf, Wothke, Zobel, Zurke, 1926 Ziehm und 1932 Michalski.

Weitere Familien waren 1933 Akon, Alkan, Baier, Barowschak, Baum, Bederke, Begoihn, Berndt, Brychzi, Budde, Cheglarek, Dartsch, Deinert, Dezimalla, Dudek, Eckardt, Ekelt, Enke, Feindt, Formanek, Fortag, Franke, Frömel, Geetz, Gorsky, Gugl, Guthmann, Gutsche, Haase, Hameker, Hantke, Häring, Heinemann, Hensel, Hentschel, Hergt, Hilbrich, Hirschfeld, Huhnen, Jahnel, Jähnike, Jahnke, Kardazewski, Kierstein, Kotulla, Krawzik, Krumm, Krysosta, Kubitzki, Kuhlay, Kunze, Kuß, Langowski, Leeder, Lindner, Lukaschewski, Mantei, Marsiske, Marx, Maslowski, Melzer, Nenke, Neuenkirch, Nieta, Nikolaus, Nitsche, Nitschke, Nowacki, Nowitzki, Pfisterer, Pokwa, Pollak, Pusch, Raatke, Radam, Raschke, Ratayschak, Roke, Roy, Seifert, Sorge, Stabray, Staesche, Stefaniak, Steffen, Thomiak, Volge, Wahlich, Wenigeßen, Wilksch, Wittig und Woitziechewski.

Weitere Familien waren 1937 Bednareck, Beer, Blöchinger, Borowscheck, Brychcy, Buchwald, Dickoff, Dobschinski, Drzymalla, Dudeck, Feind, Fick, Figul, Goy, Hauck, Haupt, Heinrich, Helbing, Henschel, Herrmann, Heusler, Heyduck, Jaeckel, Jänike, Janke, Joachimmeyer, Kardaszewski, Kille, Kionza, Kleine, Kols, Kottulla, Krzizan, Krzyzostan, Kubick, Kuhley, Kurcz, Kurtzke, Langewiecz, Lehmann, Liegmann, Malcharek, Manthey, Marschalleck, Marse, Morawe, Moslehner, Mundt, Neuenkirchen, Nowicki, Okon, Ostrowski, Paselda, Proboczig, Quabeck, Radtke, Rateyczak, Redlich, Reichel, Rißmann, Rocke, Rortke, Rozynek, Rüdiger, Schaft, Schlaffke, Schnalke, Schönfeld, Schück, Skowronnek, Skrczypczak, Stachowiak, Uhlmann, Waller, Weniges, Wolff, Woyciewski und Zielezinski.


© 2008-2017 Dirk Habermann
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